Die Auslandssendungen des Tschechischen Rundfunks 
25-6-2017, 13:51 UTC
Weinregionen in Böhmen und Mähren
 



Wanderungen durch Weinregionen in Böhmen und Mähren

Zahlreiche neue Radwege, historische Weinkeller, berühmte Schlösser sowie schöne Landschaft: Dies kann man in den tschechischen Weinbaugebieten erleben. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen die berühmten Weinregionen Tschechiens mit ihren Sehenswürdigkeiten vorstellen.

In Tschechien gibt es zwei Weinbaugebiete:

Das Weinbaugebiet Böhmen ist in zwei Untergebiete gegliedert: Melnik und Litomerice / Leitmeritz.

Das Weinbaugebiet Mähren ist in vier Untergebiete gegliedert: Znojmo / Znaim, Mikulov / Nikolsburg,Velke Pavlovice / Großpawlowitz und Slovacko.




Qualitätsmarke für Weine aus Tschechien

Auf den tschechischen Weinflaschen kann man seit dem vergangenen Jahr ab und zu ein besonderes Etikett sehen, auf dem ein Weinglas mit stilisierter tschechischer Fahne abgebildet ist. Darunter steht: Weine aus Böhmen, Weine aus Mähren. Dieses Logo, das für eine Qualitätsmarke steht, wurde im Rahmen einer Kampagne entworfen, die vom tschechischen Weinbauzentrum vor etwa einem Jahr gestartet wurde. Sie soll vor allem die Öffentlichkeit über die tschechische Weinproduktion aufklären.


Znojmo / Znaim


Znojmo: Unverwechselbare Weine aus historischen Weingärten

Sobes, Kravi hora, Weinperky - dies sind Begriffe, die auch Weinliebhaber kennen, die weit von Südmähren entfernt wohnen. Die Namen der berühmten Weingärten stellen eine Art Garantie dafür dar, dass man einen Wein kostet, der unverwechselbar ist und seit Jahrhunderten auf einem der historischen Weinberge angebaut wird. In der folgenden Ausgabe der Sendereihe "Reiseland Tschechien" laden wir Sie nach Znojmo / Znaim ein, dem Zentrum des Weinbaus mit den wohl klingenden Weingartennamen.



Edle Tropfen aus dem Nationalpark

Weinberg Sobes In unserer Serie über die Weinregionen Tschechiens haben wir Sie in der letzten Ausgabe des "Reiselands" in die Region von Znojmo / Znaim eingeladen. Wir stellten Ihnen dabei den dortigen größten Weinproduzenten - die Gesellschaft Znovin Znojmo vor. Die Führung durch die Weinberge von Znojmo wollen wir heute fortsetzen.


Velké Pavlovice / Großpawlowitz


Bucovice: Ein Gläschen Wein in der Renaissance gefällig?

Die südmährische Stadt Bucovice ist durch das Renaissanceschloss bekannt geworden, das aus mehreren Gründen einzigartig ist. Nicht zuletzt wegen seiner Lage, denn im Unterschied von den meisten Burgen und Schlössern befindet sich das Schlossareal von Bucovice in einem Tal. Mitte Mai trafen im Schloss Weinliebhaber aus der ganzen Region zusammen, um an einer traditionellen Weinausstellung teilzunehmen.

Zu Besuch beim Renaissancekavalier Jan Sembera in Bucovice

Schloss Bucovice (Foto: www.bucovice-zamek.cz) In der vergangenen Ausgabe der Sendereihe "Reiseland Tschechien" haben wir Sie ins Schloss Bucovice eingeladen, wo vor kurzem die traditionelle Weinverkostung veranstaltet wurde. Dabei haben wir versprochen, die Führung durch die historischen Räumlichkeiten des Schlosses fortzusetzen.





Aus Tradition hervorgegangen: Weinfest in Velke Pavlovice

Als die Weintrauben fast reif waren, wurde der ganze Weinberg gereinigt und alle Wege geebnet, damit man später eventuell erkennen konnte, ob jemand versucht hatte, den Weinberg zu betreten. Der "Berg" wurde sozusagen "geschlossen." In diesem alten Brauch hat auch das heutige Weinfest seine Wurzel, zu dem Winzer sowie Weinliebhaber am vergangenen Wochenende in Velke Pavlovice / Großpawlowitz zusammenkamen. In die berühmte südmährische Weinstadt lädt Sie Martina Schneibergova im folgenden "Reiseland Tschechien" ein.

In der Region von "André": Im historischen Weinkeller in Velke Pavlovice

Jaroslav Susky In einer der vergangenen Ausgaben der Sendereihe "Reiseland Tschechien" haben wir Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, zum Weinfest nach Südmähren eingeladen. Die Weinkeller in der Stadt Velke Pavlovice, die oft als die Winzermetropole in Tschechien bezeichnet wird, sind jedoch nicht nur während der Weinfeste offen.





Pünktlich zum 11.11.: St. Martins-Wein auf dem Markt

Der heilige Martin soll - wenigstens nach einer der bekanntesten tschechischen Bauernregeln auf einem weißen Pferd kommen - weniger kryptisch formuliert bedeutet das, dass es am 11. November schneien soll. In diesem Jahr ist zwar der heilige Martin nicht auf einem weißen Pferd nach Tschechien gekommen, aber der St. Martins-Wein wurde traditionsgemäß rechtzeitig vorbereitet und konnte auch gekostet werden. Den altneuen Brauch kann man mit der Präsentation von Vino Novello in Italien oder Beaujolais Nouveau in Frankreich vergleichen.

Aus Südmähren auf die Prager Burg / Impressionen vom Weinfest in Velke Pavlovice

Jaroslav Susky Südmähren ist ein Weinbaugebiet, dessen Geschichte bis in die Zeit der alten Römer zurückgeht. Denn schon die römischen Legionäre sollen die Weinrebe in dieser fruchtbaren Landschaft gezüchtet haben. Die etwa 40 Kilometer östlich von Brno entfernte Stadt Velke Pavlovice / Großpawlowitz wird oft als Stadt des Weins und der Aprikosen bezeichnet. Am vergangenen Wochenende stand die Stadt vollständig im Zeichen des Weinfestes, das zahlreiche Besucher aus ganz Tschechien sowie aus dem Ausland in die Weinstadt lockte. Martina Schneibergova war dabei.

Hohe Würdigung: Weinhefe in Stein gemeißelt

Weinhefedenkmal in Hustopece Einer der bekannten Weinstädte Südmährens ist Hustopece. Seit Ende Mai kann sich dieses Winzerzentrum mit einem Denkmal rühmen, das nicht nur in Tschechien, sondern vielleicht auch in der Welt einzigartig ist.



Hustopece: Im Schatten der Weinhefe

Die Stadt wird in den Reiseführern als "Stadt des guten Weins" bezeichnet. Sie kann nämlich an eine sehr lange Weinbautradition zurückblicken. Im 18. Jahrhundert war sie - gemessen an der Ausdehnung der Weinberge - die größte Weinbaugemeinde Südmährens überhaupt. Heute gehört Hustopece nach der neuen Gliederung zur Weinbauregion von Velke Pavlovice, das vor allem durch seine Rotweine bekannt geworden ist.


Mikulov / Nikolsburg


Salon der Weine der Tschechischen Republik

Foto: Autorin Aus Südmähren stammen 96 Prozent der tschechischen Weinproduktion, deshalb ist es kein Wunder, dass in einem der berühmten südmährischen Weinstädte - in Valtice / Feldberg - das Tschechische Weinbauzentrum seinen Sitz hat. Diese Institution wurde vor fünf Jahren mit dem Ziel gegründet, die Weinproduktion in Tschechien allseitig zu unterstützen und die böhmischen und mährischen Weine zu propagieren. In den historischen unterirdischen Räumlichkeiten des Schlosses von Valtice werden vom Weinbauzentrum "Salons der Weine der Tschechischen Republik" organisiert.

Der Wein und die Venus von Vestonice - Gespräch mit Jiri Kopecek

Jiri Kopecek (Foto: Andrea Fajkusova) In unseren Wanderungen durch die Weinregionen Tschechiens werden wir diesmal Valtice besuchen, das als die mährische Hauptstadt des Weins gilt. Einerseits gibt es hier eine Weinbauschule, andererseits hat hier seit etwa zehn Jahren die Winzerakademie ihren Sitz. Wir stellen Ihnen deren Präsidenten Jiri Kopecek vor.

Weinmarkt in Valtice / Feldsberg: Ausstellung mit Tradition

Die südmährische Stadt Valtice / Feldsberg gilt in Tschechien als das Zentrum des Weinbaus. Am Freitag und Samstag vergangener Woche strömten mehrere Tausend Besucher in den Reitsaal des dortigen Schlosses.

Rubens und Versöhnungsglocken: Mariä Himmelfahrt-Kirche in Valtice

Die Mariä Himmelfahrt-Kirche in Valtice Die Stadt Valtice ist nicht nur durch die Weinproduktion, sondern auch durch ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten bekannt. Seit 1996 steht das Areal von Lednice / Eisgrub und Valtice / Feldsberg auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Bestandteil des Areals sind neben den einzigartigen Parkanlagen unter anderem auch die örtlichen Schlösser.





In Valtice wurden St. Martinsweine geprüft - Gespräch mit Professor Vilem Kraus

Der 11. November - der St. Martinstag - nähert sich und damit auch der Zeitpunkt, zu dem in Tschechien die jungen St. Martins-Weine auf den Markt kommen. Unter der Marke 'St. Martins-Wein' dürfen jedoch nur Weine verkauft werden, die von einer Expertenkommission geprüft wurden und die wirklich die Eigenschaften eines jungen St. Martins-Weins haben.

Slovacko


Mutenice: Mit Rad im Weinberg, zu Fuß in "Budy"

Die ´Budy´ in Mutenice (Foto: Autorin) Im südöstlichen Teil des Weinbauuntergebiets Slovacko / Mährische Slowakei befindet sich Mutenice, das durch einen einzigartigen Komplex von Weinkellern bekannt geworden ist. Fünf Weinrieden gibt es auf dem Gebiet der Gemeinde, eine davon ist Vysicko.

Wein- und Branntweinmuseum in Mutenice: Hl. Urban und Heidengötter schützen die Fässer

Nicht weit von den berühmten "Budy", den insgesamt 500 historischen Weinkellern, entfernt, erstreckt sich ein weiß-gelber Gebäudekomplex mit einem großen Hof, der auf der linken Seite von einer Reihe von riesigen Fässern gesäumt ist. Die kann man betreten und sich in ihnen sogar auf einer Bank ausruhen.

Wein- und Branntweinmuseum in Mutenice: Sliwowitz in Designerflaschen

In der "Welt des Weins und Branntweins", wie das von Vladislav Jarosek gegründete Museum im südmährischen Mutenice heißt, haben wir bereits die Räumlichkeiten besucht, wo Archivweine gelagert werden. Aus den Kellerräumen ging es hinauf in die Räumlichkeiten der Brennerei.

Mit Wein im Wappen: Moravska Nova Ves

Weinkeller in Moravska Nova Ves Der 11. November, der St. Martinstag, ist in Tschechien mit der Tradition verbunden, junge Weine zu verkosten. In der südmährischen Winzergemeinde Moravska Nova Ves haben die Winzer bereits einen Tag zuvor ihre Weinkeller geöffnet, um ihre neuen Weine vorzustellen.

11.11.11.11 Uhr: Heiliger Martin bringt junge Weine und Schnee

Der heilige Martin auf dem weißen Pferd (Foto: Autorin) Der St. Martinstag ist in den mährischen Weinregionen schon seit dem Mittelalter mit der Tradition verbunden, den jungen Wein des Jahres erstmals zu verkosten. Dieser Brauch wurde in den letzten Jahren in Tschechien wieder belebt. Wir waren am Martinstag zu Besuch in Uherske Hradiste, dem Zentrum der Mährischen Slowakei.

Mährischer Salon: Ein Schmaus für Aug und Gaumen

Majolika, geflochtene Körbchen, gestickte Volkstrachten, kleine Rosinenkuchen, Honigwein. Dieses schmackhafte und ansehnliche Allerlei gab es am vergangenen Wochenende im Saal Reduta zu sehen und zu kosten. Der befindet sich im historischen Gebäude des ehemaligen Jesuitengymnasiums im südmährischen Uherske Hradiste. Dort wurde am vergangenen Wochenende der erste „Salon des Mährischen Erbes“ veranstaltet.

Cabernet Moravia und sein Züchter Lubomír Glos

Er duftet und schmeckt nach schwarzen Johannisbeeren, hat eine dunkelrote Farbe und gehört in Tschechien zu den beliebtesten Rotweinen: der Cabernet Moravia. Gezüchtet wurde die Rebsorte in der mährischen Slowakei von einem der bekanntesten tschechischen Weinexperten der Gegenwart, Lubomír Glos.




Aus der Kirche in die Sporthalle: Weinweihe in Podluží

Etwas zwischen einer Weihnachtsfeier, an der die ganze Gemeinde teilnimmt, und einem Winzerfest ist es: Die traditionelle Weinweihe. Am Stephanstag waren wir in der Region von Podluží mit dabei.

Melnik


Weingarten Máchalka: Rebsaft von den himmlischen Bergen

Weingarten Máchalka Wenn über traditionelle Prager Weinberge die Rede ist, fällt einem gleich der Stadtteil Královské Vinohrady – zu deutsch Königliche Weinberge – ein. Von den einstigen Weinbergen sind heute jedoch nur noch die Weinberge im Park Gröbovka erhalten geblieben, die gerade auf der Grenze zwischen den Stadtteilen Vinohrady und Vršovice liegen. Der Weinbau wurde dort erst nach der Wende wieder erneuert. Bekannt ist auch Wein aus Trója, der über dem gleichnamigen Schloss unweit des Prager Zoos gezüchtet wird. Dass es aber auch Weinberge in Prag 9 gibt, wissen wenige Prager. Dabei hat der Weinanbau in Prosek eine sehr lange Tradition.

Weingarten Máchalka: Die wiederbelebte Winzertradition von Prosek

Weingarten Máchalka (Foto: www.machalka.cz) Der neunte Prager Stadtbezirk besteht aus einigen historischen Vierteln. Eines davon ist Prosek, das erst seit den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu Prag gehört. Der Name der einst selbständigen Gemeinde Prosek wurde vom Verb „prosekat“ zu Deutsch etwa „ausholzen“ oder „ausroden“ abgeleitet. Dies hängt höchstwahrscheinlich mit der Errichtung der Stege im sonst dichten Wald zusammen. Diese Wege führten unter anderem ins mittelböhmsiche Stará Boleslav / Altbunzlau, wo der Premyslidenfürst Václav – der spätere heilige Wenzel – ermordet wurde.