Die Auslandssendungen des Tschechischen Rundfunks 
21-11-2018, 03:36 UTC
Ostern in Tschechien
 

Austragen des Todes (Winters)


Nicht wegzudenken vom Osterfest war früher auch ein anderer Brauch. Es war die Tradition des Frühlingsbegrüßens, die in einigen Regionen immer noch weiter lebt. So wirft man die Morena - eine Strohpuppe in einem alten Kleid, die den Winter verkörpert, in einen Bach, wodurch der Winter endgültig ausgetrieben werden soll. An anderen Orten wird eine Strohpuppe, in ein altes Kleid gekleidet und mit Eierschalen oder leeren Schneckenhäuschen geschmückt. Sie wird oft als Smrtka - Gevatterin Tod, Smrtholka - Mädchen Tod, Morena oder auch anders bezeichnet. Sie wird verbrannt und mit ihrer Verbrennung der Beginn des Frühlings gefeiert.


Líto (Foto: Jakub Langhammer - Lidové zvyky) Als Gegengewicht zu Morena galt eine mit buntem bzw. lebendigem Material geschmückte Rute oder auch ein Bäumchen, die das Leben symbolisieren. Im westlichen Teil Tschechiens, also in Böhmen und den angrenzenden mährischen Regionen schmückte man gerne die Spitzen von Nadelbäumchen, im östlichen Teil des Landes hingegen, vor allem in den Regionen an der mährisch-slowakischen Grenze, bevorzugte man Weidenkätzchenzweige zum Schmücken. Als bedeutendes Begleitelement galt eine Puppe, die als Symbol der Fruchtbarkeit in die Zukunft wies.

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