| |  EURANET – Das europäische Radionetzwerk
Euranet, das neue europäische Radionetzwerk, bringt Bewegung in die europäische Medienlandschaft! 16 internationale, nationale und regionale europäische Sender aus 13 EU-Staaten haben sich zu einem paneuropäischen Medien-Konsortium zusammengeschlossen. Euranet informiert über die Geschehnisse in Europa aus europäischer Perspektive, also transnational. Mit Gemeinschaftssendungen und ab Sommer 2008 auch mit multilingualen interaktiven Audioangeboten will das neue Netzwerk die europäische Kommunikation verbessern. Auch Radio Prag ist dabei! Beiträge, die wir für Euranet gestaltet haben, werden von verschiedenen Partnersendern in ganz Europa ausgestrahlt. Eine Auswahl finden Sie auf diesen Seiten.
„Das Auge über Prag“ – die unendliche Geschichte eines Bibliothekneubaus
[2010-09-24] Daniel Kortschak

Seit Jahrhunderten hat die tschechische Nationalbibliothek ihren Sitz im
Clementinum in der Prager Altstadt, direkt gegenüber der weltberühmten
Karlsbrücke. Und seit Jahren platzen die historischen Gemäuer aus allen
Nähten, jeder freie Winkel wird zur Unterbringung des ständig wachsenden
Bücherbestandes genutzt. In manchen Magazinen ist es feucht, in anderen
droht akute Einsturzgefahr der überlasteten Decken. Ein Neubau sollte die
Probleme lösen und eigentlich war schon alles klar: Die Stadt Prag wollte
ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen, der Staat sicherte die
Finanzierung des rund 80 Millionen Euro teuren Projektes. Dennoch ist das
Vorhaben gescheitert. Nicht zuletzt am kühnen Entwurf des Architekten Jan
Kaplický, der alsbald die Spitznamen „Krake“ oder „Blob“ bekam.
Neues Kapitel im hundertjährigen Streit: Budweiser sichert sich Markenrecht in der EU
[2010-09-24] Daniel Kortschak

Ist Budweiser ähnlich wie Pilsner oder Pils eine Biersorte oder doch ein
Markenname der bekannten südböhmischen Brauerei? Darüber wird seit über
hundert Jahren gestritten. Vor Kurzem hat die staatliche tschechische
Budweiser-Budvar-Brauerei einen Erfolg beim Europäischen Gerichtshof
erreicht.
Golf in Tschechien
[2010-06-28] Maria Hammerich-Maier

Das Golfspiel ist mit dem wachsenden Wohlstand nach der Wende wieder nach
Tschechien gekommen. Hohe Mitgliedsgebühren, exklusive Klubveranstaltungen
und Wohltätigkeitstourniere wiesen Golf anfangs als klassische Sportart
der Besserverdienenden aus. Vor etwa fünf Jahren wurde Golf dann zu einer
Trendsportart. Vielerorts entstanden neue Anlagen. Damit änderten sich
auch das Image und die Klubregeln. Golf wird nun für mehr Menschen
zugänglich. Um genug Mitglieder zu haben, werben die einzelnen Clubs
besonders junge Spieler an.
Cybersex: Guter Diener, schlechter Herr
[2010-06-14] Maria Hammerich-Maier

Eine glückliche Partnerschaft lässt sich durch eine virtuelle Beziehung
nicht ersetzen. Darüber sind sich die meisten tschechischen Nutzer von
Sexangeboten im Internet einig. Besonders für die junge Generation in
Tschechien gehört aber Cybersex ganz einfach dazu. Sie besuchen die
Sexseiten zur persönlichen Stimulierung oder auch, um ihre sexuellen
Fantasie und Wünsche in Chats oder durch den Austausch erotischer E-Mails
mit Partnern in Fernbeziehungen auszuleben. Der Grenzen und Gefahren dieser
neuen Form sexueller Interaktion sind sich die meisten dabei sehr wohl
bewusst.
Arbeitsmigranten in Pilsen
[2010-06-10] Maria Hammerich-Maier

Seit der Wende ist in Bory bei Pilsen einer der größten tschechischen
Industrie- und Gewerbeparks entstanden. Montagewerke, etwa aus der
Elektronikbranche, beschäftigen zahlreiche Ausländer zu Bedingungen, die
unter den landesüblichen Standards liegen. Die Arbeitsmigranten kommen aus
dem Osten, besonders aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion,
aber auch aus der Slowakei und Polen. Ihre Hoffnung auf ein besseres Leben
in Tschechien erfüllt sich oft nicht.
Die tschechische Armee
[2010-06-10] Maria Hammerich-Maier

Die tschechische Armee ist seit Beginn des Jahres 2005 eine Berufsarmee.
Die Weichen für die Landesverteidigung Tschechiens wurden damit ganz neu
gestellt. Mit ein Grund für die Umorganisierung der Armee war der Beitritt
zum westlichen Verteidigungsbündnis NATO, der 1999 erfolgte. Innerhalb der
Streitkräfte der NATO profiliert sich Tschechien bei der Abwehr gegen
chemische und biologische Kampfmittel, sowie bei der medizinischen
Versorgung von Truppen bei internationalen Einsätzen.
Willkommen im Raucherparadies Tschechien
[2010-05-31] Daniel Kortschak

Fast alle Länder Europas haben die Raucher bereits aus Bars und
Restaurants verbannt. Selbst in den als Raucherparadiese bekannten Ländern
Polen, der Slowakei und Österreich gibt es – wenn auch mit Ausnahmen –
mittlerweile ein Recht auf rauchfreien Restaurantbesuch. Doch in
Tschechiens Kneipen wird weiterhin ungehindert gequalmt. Und daran wird
auch das mit dem 1. Juli in Kraft tretende neue Tabakgesetz so gut wie
nichts ändern. Im Gegenteil, es hebt sogar bereits geltende Rauchverbote
wieder auf.
Kriegsgräber interaktiv
[2010-05-19] Till Janzer

Etwa 18.300 Tschechen sind im Ersten und Zweiten Weltkrieg nachweislich
außerhalb ihrer Heimat gefallen. Wo sie begraben sind, lässt sich auf
einer interaktiven Webseite herausfinden, die das tschechische
Verteidigungsministerium vor kurzem für die Öffentlichkeit zugänglich
gemacht hat.
Entschärfung des sog. "Maulkorbgesetzes" nicht in Sicht
[2010-04-30] Maria Hammerich-Maier

In Tschechien ist seit April 2009 eine Änderung des Strafrechts in Kraft,
die im Volksmund „Maulkorbgesetz“ genannt wird. Diese Novelle Nr.
52/2009 verbietet es, Daten über Personen bekannt zu geben, die als
Verdächtige, Beschuldigte und Opfer in Ermittlungs- und Strafverfahren
aufscheinen. Sie enthält auch ein umstrittenes Verbot der
Veröffentlichung von polizeilichen Abhörprotokollen. Journalisten und
Medien liefen gegen das Maulkorbgesetz Sturm. Sie sehen das Grundrecht der
freien Informationsverbreitung geschmälert. Doch eine diesbezügliche
Entschärfung der Novelle gab es bislang nicht.
Raubkopien von CDs und DVDs auf Vietnamesenmärkten
[2010-04-29] Maria Hammerich-Maier

In den Grenzgebieten Tschechiens werden Raubkopien von CDs und DVDs in
großem Stil hergestellt und gehandelt. Zentrum des Schwarzhandels mit
Musik und Filmen sind die Vietnamesenmärkte. Diese sind an vielen Orten
entlang der Staatsgrenze zu Deutschland und Österreich seit der Wende aus
dem Boden geschossen. Bude an Bude reiht sich auf Plätzen bei
Grenzübergängen oder am Rand größerer Städte aneinander. Die Märkte
sehen aus, wie orientalische Basare. Neben legaler Ware werden auch
gefälschte Produkte vertrieben.
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