Die Auslandssendungen des Tschechischen Rundfunks 
22-3-2010, 09:40 UTC
Real AudioNachrichten
[22-03-2010 9:16 UTC]  Jitka Mládková
Greenpeace-Aktivisten protestieren auf dem Schornstein im Kohlekraftwerk Prunéřov
Martina Sáblíková triumphiert im Eisschnelllauf auf der Mehrkampf-Weltmeisterschaft in Heerenveen
Landwirtschaftsminister Šebesta soll auch Umweltministerium leiten
[19-03-2010 14:35 UTC]   Till Janzer
Jan Dusík (Foto: ČTK) Das Kohlekraftwerk Prunéřov ist das größte Heizkraftwerk in Tschechien. Es steht am Rande des Erzgebirges. In Prunéřov wird seit den 60er Jahren Braunkohle verfeuert, mit der entsprechenden Belastung für die Luft in Nordböhmen. Auch die Emissionen dieses Kraftwerks haben zum Waldsterben im Erzgebirge beigetragen. Nun will der halbstaatliche tschechische Energieriese ČEZ den zweiten der beiden Kraftwerksblöcke modernisieren. Das Umweltministerium sollte das Modernisierungsvorhaben beurteilen. Das Ergebnis: Umweltminister Dusík hat deswegen seinen Rücktritt aus der Regierung eingereicht.
[19-03-2010 14:35 UTC]   Martina Schneibergová
Demokratische Tschechoslowakei zusammen. Mit dem Münchner Abkommen wurde die Tschechoslowakei zur Abtretung der Sudetengebiete an Deutschland gezwungen. In der Folge radikalisierte sich während der so genannten „Zweiten Republik“ die tschechoslowakische Gesellschaft – also noch vor dem Einmarsch Hitlers in Böhmen und Mähren Mitte März 1939. Auch der Antisemitismus wurde stärker, der zuvor hierzulande kaum spürbar gewesen war. Die damaligen Berufskammern fingen an, die jüdischen Kollegen zu diskriminieren. Nun, 72 Jahre später, hat sich die tschechische Ärztekammer für die Schikanierung jüdischer Ärzte offiziell entschuldigt.
[19-03-2010 14:35 UTC]   Christian Rühmkorf
Petr Uhl Petr Uhl – Jahrgang 1941 - ist Publizist und Bürgerrechtler, er ist Demokrat und Europäer. Es gab Zeiten, da konnte man ihn mit Fug und Recht als Ultralinken bezeichnen. Die Kommunisten haben Petr Uhl trotzdem oder gerade deshalb insgesamt neun Jahre ins Gefängnis gesteckt. Er war Mitverfasser der Charta 77; ebenso mit Václav Havel hat er ein Jahr später das „Komitee zur Verteidigung zu Unrecht Verfolgter“ gegründet. Bis heute ist Uhl seinen linken Überzeugungen treu geblieben. Und für manchen Deutschen - erst recht aber für viele Tschechen - ist es daher umso schwieriger zu verstehen, dass sich Petr Uhl intensiv für die Verständigung mit den Sudetendeutschen einsetzt. 2008 hat er dafür den „Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen“ bekommen. Am Donnerstag wurde bekannt, wer den Karlspreis 2010 bekommen wird. Darüber sprach Christian Rühmkorf kurz nach der Bekanntgabe mit Petr Uhl.
[19-03-2010 14:33 UTC]    Patrick Gschwend, Christian Rühmkorf
Die Themen der tschechischen Zeitungskommentatoren in dieser Woche: Der Rücktritt von Umweltminister Dusík, der Brandanschlag auf Roma in Ostrava, und ein Interview mit der deutschen Vertriebenenvorsitzenden Erika Steinbach.
[10-03-2010 14:59 UTC]   Lothar Martin
Jiří Paroubek Im tschechischen Sport fehlt es an Geld. Einen Teil dazu beigetragen hat die weltweite Krise, ein entscheidender Knackpunkt aber ist das Finanzgebaren der Lotteriegesellschaft Sazka. Aus dem Lottogeschäft soll sie für ihre Aktionäre, die Sportverbände, die zum Handeln notwendigen Gelder requirieren. Im letzten Jahr aber hat Sazka die Sportförderung stark reduziert. Im Vorfeld der Parlamentswahlen meldete sich dazu auch die Politik zu Wort; allen voran Sozialdemokratenchef Paroubek, der den Sport gebührend unterstützen will.
[16-03-2010 14:00 UTC]   Daniel Kortschak
Wir schreiben das Jahr 1985. Das kommunistische Regime sitzt noch fest im Sattel und nichts deutet auf den nicht einmal fünf Jahre später folgenden Zusammenbruch des Systems hin. Dennoch: schon damals begann man sich über das Thema Umweltschutz Gedanken zu machen. Mitte März 1985 fand in Prag eine deutsch-tschechoslowakische Umweltschutzkonferenz statt. Das Erstaunliche dabei: die kommunistische Regierung diskutierte nicht etwa mit einer Delegation aus Ostberlin, sondern mit Vertretern der Bundesrepublik und des Landes Nordrhein-Westfalen.
[09-03-2010 12:10 UTC]   Patrick Gschwend
QSL Wieder einmal sind zwei Wochen vergangen. Im Hörerforum erfahren Sie nun, was wir in unserem prall gefüllten Briefkasten gefunden haben.
  
[21-03-2010]   Christian Rühmkorf
Petr Uhl Petr Uhl – Jahrgang 1941 - ist eigentlich über jeden Zweifel an seiner Person erhaben. Die Kommunisten sperrten ihn insgesamt neun Jahre ins Gefängnis. Er war Mitverfasser der Charta 77. Ebenso mit Václav Havel hat er ein Jahr später das „Komitee zur Verteidigung zu Unrecht Verfolgter“ gegründet. Heute ist Petr Uhl Publizist und Bürgerrechtler, er ist Demokrat und Europäer. Bis heute ist er seinen linken bis ultralinken Überzeugungen treu geblieben. Petr Uhl ist einer der wenigen Tschechen, die sich intensiv für die Verständigung mit den Sudetendeutschen einsetzen. 2008 hat er dafür den „Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen“ bekommen. Über den Karlspreis, seine Erinnerungen an die Vertreibung der Deutschen sowie die Aufarbeitung dieses Kapitels in Tschechien, darüber sprach Christian Rühmkorf am Donnerstagabend mit Petr Uhl.
[21-03-2010]   Sarah Houtermans
Foto: www.pouta-film.cz Die Tschechoslowakei 1981: Der Kommunismus scheint unbesiegbar, man konzentriert sich auf das Privatleben, ein Gefühl der Lähmung hat die gesamte Gesellschaft erfasst. Höchst agil sind dagegen die Mitarbeiter der Staatssicherheit, der Statní bezpečnost (StB): Bis in die Intimsphäre der Menschen dringen sie vor, beobachten, notieren, drohen. Diese Zeit hat der Regisseur Radim Špaček filmisch eingefangen - der atmosphärisch dichte Thriller „Pouta“ („Fesseln“) über den StB-Mitarbeiter Antonín Rusnák läuft gerade in den tschechischen Kinos.
[20-03-2010 01:01 UTC]   Martina Schneibergová
Schloss Zbiroh Das Schloss Zbiroh, das sich über dem gleichnamigen Städtchen erhebt, war während der kommunistischen Ära eine Art Sperrzone. Denn in den Räumlichkeiten des Neorenaissancegebäudes war eine Spionagezentrale untergebracht. In einer der letzten Ausgaben der Sendereihe „Reiseland Tschechien“ haben wir Sie schon nach Zbiroh eingeladen. Dabei haben wir versprochen, Ihnen noch einiges aus der Geschichte des historischen Baudenkmals zu verraten, das heutzutage in Privathänden ist.
[20-03-2010 01:01 UTC]   Gerald Schubert
Wir haben zwar nicht mehr damit gerechnet, aber offenbar geht auch dieser Winter zu Ende. Unter dem blauen Himmel ist seit einigen Tagen immer wieder mal Prager Frühling. Manche der traditionell sport- und bergverliebten Tschechen packen noch schnell ihre Ski aufs Auto und unternehmen eine letzte Fahrt zum Schnee. Zum Beispiel ins benachbarte Österreich.
[20-03-2010]   Robert Schuster
Seit gut sieben Jahrhunderten wird nach dem Grab einer der beliebtesten böhmischen Heiligen, der Königstochter Agnes gesucht. Der Grund dafür mag eine Prophezeiung sein, dass nach dem Auffinden des Grabes Ruhe ins Land einkehren wird. Für uns Anlass, das Leben der Agnes und den Kult um die Heilige eingehender zu betrachten.
[19-03-2010 12:39 UTC]   Markéta Kachlíková
Hallo und willkommen bei Tschechisch gesagt, liebe Hörerinnen und Hörer. Schon in den vergangenen Ausgaben haben wir uns angezogen– oblékat se, heute ist die Fußbekleidung an der Reihe. Wenn man sich im Tschechischen die Schuhe anzieht, dann beschuht man sich – obouvat se.
[18-03-2010 17:27 UTC]   Jitka Mládková
Michal Boháč (links) Sie sind jung und sehr unzufrieden. Gemeint sind tschechische Ärzte, die sich nach dem Abschluss ihres Studiums auf ihre Facharztprüfung vorbereiten müssen. Die erste Anlernphase für die frischgebackenen Mediziner dauert aufgrund einer neuen Regelung nun zweieinhalb Jahre. Radio Prag hat am Montag dieser Woche darüber berichtet. Die Regelung ist seit Juli 2009 in Kraft und nach knapp einem Vierteljahr ist sie zum Zankapfel zwischen der vor wenigen Tagen gegründeten Bürgerinitiative „Junge Ärzte“ und dem Gesundheitsministerium geworden. Die Ärzte haben am vergangenen Wochenende bei einem Treffen mit der Gesundheitsministerin die Aufhebung des neuen Systems gefordert. An dem Treffen hat auch Dr. Michal Boháč teilgenommen, der als Arzt in Deutschland arbeitet.
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